Wer nach dem Klinefelter-Syndrom googelt

Teilt man jemandem seine Diagnose mit, beginnen diese in der Regel, selbst danach zu suchen. Der erste Weg führt über Google und die erste Anlaufstelle ist natürlich Wikipedia.

Nun habe ich persönlich die Erfahrung gemacht, dass Wikipedia durchaus Schwächen aufweist, gerade in den Naturwissenschaften, aber eben auch in medizinischen Themen.

Auf Wikipedia steht ein kurzer Abriss über Ursache, Häufigkeit und Diagnose. Sonst werden überwiegend nur Beeinträchtigungen beschrieben, was Betroffene in ein durchwegs negatives Licht rückt. Unfruchtbarkeit zählt sicherlich zum Hauptleiden, denn auch wenn sich das gesellschaftliche Bild wandelt und Kinder kriegen nicht mehr bei allen Paaren im Vordergrund steht, bedeutet Kinderlosigkeit immer noch ein Nachteil bzw. wird auch stigmatisiert.

Auch kognitive und verbale Defizite und Kennzeichen einer Depression machen den Betroffenen zu schaffen.

Dennoch suggeriert der Artikel, Betroffene seien ein Häufchen Elend, die bemitleidenswert seien.

Es gibt jedoch auch Betroffene, die durchaus mitten im Leben stehen, gebildet sind, sehr bewandert in speziellen Interessen und beeindruckende Leistungen erbringen können – nicht trotz, sondern mit dem Klinefelter-Syndrom.

Darum soll es auch auf meinem Blog gehen.

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